LTE
Immer mehr Menschen nutzen das mobile Internet via Handy, Smartphone oder Netbook. Bei dieser steigenden Beliebtheit werden rasch Forderungen nach schnelleren Datenübertragungsraten laut.
Das Zauberwort in diesem Fall lautet LTE, was abgekürzt für Long Term Evolution steht. Es ist die vierte Mobilfunkgeneration, die als UMTS-Nachfolger gehandelt wird und die mehr Kapazität, höhere Bandbreiten und eine bessere Funkabdeckung bieten soll. Mit ausgewählten Kunden will die Deutsche Telekom nun das schnelle mobile Internet Ende des Jahres testen.
Dreierlei: EDGE, UMTS, LTE
Die Mobilfunktechnik LTE ist bis zu zehn Mal schneller als der Mobilfunkstandard Universal Mobile Telecommunications System (UMTS). In Skandinavien kann der Mobilfunk der vierten Generation bereits genutzt werden. Wann LTE in Deutschland zur Verfügung steht, ist aber noch ungewiss. Auf einen offiziellen Termin will sich die Deutsche Telekom jedenfalls nicht festlegen. „Wir warten nicht auf LTE, sondern investieren auch weiter in unser bestehendes UMTS-Netz”, so Bruno Jacobfeuerborn, Telekom-Technik-Vorstand in einem Interview mit dem Internetportal teltarif.de. Jedoch sieht Jacobfeuerborn noch in diesem Jahr ein erstes Nebeneinander des bereitgestellten Enhanced Data Rates for GSM Evolution-Verfahrens (kurz: EDGE-Verfahrens), des UMTS-Netzes und des geplanten LTE-Netzes.
Ausbau nach Bedarf
Vor dem Ausbau des 4G-Netzes werden aber zunächst die Mobilfunk-Frequenzen am 12. April versteigert. Dabei stehe laut Jacobfeuerborn zwar die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, dennoch zeigte das Unternehmen Interesse daran, Frequenzen zu ersteigern, die sich anschließend für LTE nutzen lassen. In jedem Fall solle das 4G-Netz nach Bedarf ausgebaut und vor allem die Gebiete abgedeckt werden, die noch nicht an das schnelle Internet angeschlossen sind. Genutzt werden sollen dazu freiwerdende Frequenzen, auf denen bisher analoges Fernsehen übertragen wurde.
Auch wenn LTE noch auf sich warten lässt: Die Telekom hält am Trend des mobilen Internets fest. Schon in den nächsten Monaten will T-Mobile die Weiterentwicklung des High Speed Packet Access HSPA+ einführen. Damit sollen den Kunden bis Ende 2010 Übertragungsraten von 21 bis zu 42 Megabit zur Verfügung stehen. Diese Bandbreiten-Erhöhungen im T-Mobile-Netz sind laut Telekom ein wesentlicher Bestandteil des bislang größten 3G-Modernisierungs- und Ausbauprogramms.
